Museum der Bildenden Künste
Das Museum der Bildenden Künste am Heldenplatz beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen alter Meister in Europa. Neben der Nationalgalerie, die ausschließlich ungarische Werke zeigt, enthält dieses Museum die umfangreichste Kunstsammlung Ungarns. Spanische, niederländische, italienische und französische
Gemälde sind hier in harmonischer Eintracht ebenso vereint wie Kunstwerke aus der Antike, Ägypten und dem nachchristlichen Griechenland. Schon der "klassische", im 19. Jahrhundert errichtete Museumsbau lässt Rückschlüsse auf seinen verheißungsvollen Inhalt zu: endlose Saalfluchten mit großen Gemälden, Kabinette für die kleineren Kostbarkeiten und prächtig ausgestattete Räume, die das passende architektonische Ambiente für die darin ausgestellten Kunstwerke darstellen, bieten den einzigartigen Exponaten die ihnen gebührenden Rahmenbedingungen. Das Tympanonrelief an der Eingangsseite des Museums stellt übrigens eine originalgetreue Abbildung des Reliefs einer Giebelgruppe des Zeus-Tempels in Olympia dar.
In diesem Museum kommen vor allem Freunde der europäischen Alten Meister in der Saalflucht des Obergeschosses auf ihre Kosten: Goyas "Erschießung" und Velazquez "Bauernmahlzeit" können ebenso bewundert werden wie Raffaels "Esterházy-Madonna", Tizians "Bildnis des Dogen Marcantonio Trevisani", Dürers "Bildnis eines jungen Mannes" und Werke von El Greco, Leonardo da Vinci und Rembrandt. Diese Sammlung ist übrigens das Herzstück des Museums und entsprechend gewaltig ist der Besucherandrang. Gemälde und Skulpturen aus neueren Zeiten, sprich dem 19. Jahrhundert, findet man im Erdgeschoss mit Werken der französischen Bildhauer Rodin, Maillol und Meunier. Die Malerei dieser Epoche ist mit Franzosen wie Renoir, Toulouse-Lautrec, Cézanne, Manet und Monet ebenso würdig vertreten wie mit den Deutschen Menzel, Uhde, Böcklin und Waldmüller.
Das Untergeschoss zeigt einen hervorragenden Querschnitt durch die Kunst des 20. Jahrhunderts, die mit Werken von Chagall, Kokoschka, Picasso und Arp beeindruckende Gemälde vorzuweisen hat. Wer seine Aufnahmefähigkeit noch nicht erschöpft hat, mag auch den Exponaten aus Ägypten und Griechenland, die ebenfalls auf dieser Ebene ausgestellt sind, seine Aufmerksamkeit widmen.
