Geschichte

Budapest tauchte bereits vor 2000 Jahren als keltische Siedlung aus den Nebeln der Geschichte auf und brachte es unter römischer Herrschaft bald zu Ansehen und Ruhm, was von den Wirren der Völkerwanderung jedoch im Keim erstickt wurde. Die Stadt bestand ursprünglich aus zwei Siedlungen: Buda am rechten Donauufer und Pest am Ufer

gegenüber. Nach der Landnahme der magyarischen Stämme 896 geraten die beiden Ortschaften in ungarischen Besitz, wobei sich Buda (damals noch "Ofen") eindeutig in der vorrangigen Position befand. Die nachfolgende Zeit ist von deutschen, österreichischen und türkischen Eroberungen und Belagerungen geprägt. Als 1686 die Türken endgültig aus dem fast völlig zerstörten Buda vertrieben werden konnten, setzten sich die Österreicher hartnäckig fest. Im Unabhängigkeitskampf von 1848, der mit der Revolution in Pest begonnen hatte, versuchten die Ungarn das österreichische Joch abzuschütteln, was jedoch blutig niedergeschlagen wurde. Erst 1867 gelang mit dem "Ausgleich" zwischen Wien und den Ungarn eine Aufwertung des Landes zu Österreich.

Mit der Krönung Franz Josephs I. zum ungarischen König wurde die k. und k. Doppelmonarchie begründet, die bis zum Ende des Ersten Weltkriegs von Bestand sein sollte. Das Budaer Schloss wurde nach 326 wieder Königsburg und 1873 schlossen sich die drei Städte Buda, Pest und Óbuda zu Budapest zusammen. Es war die sogenannte Gründerzeit Ungarns, in der neben dem Parlament, der Staatsoper und dem neuen königlichen Schloss viele öffentliche Gebäude und Anlagen entstanden sind. 1896 wurde in Budapest die erste Untergrundbahn in Europa gebaut. Nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie wurde Budapest Sitz einer Räterepublik, die nach nur 133 Tagen wieder zusammenbrach. Der Zweite Weltkrieg brachte Budapest schwere Verwüstungen, da die Stadt bei Kriegsende von deutschen Truppen besetzt wurde und schweren Luftangriffen ausgesetzt war. Nach der "Befreiung" Budapests von der sowjetischen Armee machte sich die Stadt an den langen Weg des Wiederaufbaus, der die Donaumetropole fast wieder in ihrem alten Glanz erstrahlen ließ. Heute ist Budapest eine moderne und aufstrebende Metropole, die ebenso für Skandale und Überraschungen gut ist wie jede andere europäische Hauptstadt auch. Eine ungarische Redensart besagt, dass Ungarn das Land der beschränkten Unmöglichkeiten sei. Dem ist nichts hinzuzufügen.