Gellertbad

Auch wenn kein Regentag die Notwendigkeit eines Thermalbadaufenthaltes erforderlich macht, sollte man sich einen Besuch des Gellértbades nicht entgehen lassen: hier findet man Badegenuss pur unter küssenden Putten und reinstem Jugendstil. Man muss übrigens kein Gast des gleichnamigen Nobelhotels sein, um die Badefreuden zu

genießen. Schon in der Eingangshalle wird der Besucher von einem glitzernden Bodenmosaik empfangen, und ähnlich prächtig setzt sich die Innenausstattung des schon bei den Habsburgern Herrschern beliebten und berühmten Thermalbades fort. Nachdem das alte Badehaus um 1900 herum abgerissen wurde, entstand in der Zeit von 1911 bis 1918 ein in spätem Jugendstil gehaltener Neubau, der sowohl Bad als auch Hotel unter einem Dach vereinte. Im Laufe der Zeit passte sich auch die Ausstattung des Bades den modernen Anforderungen eines professionellen balneologischen Betriebes an, der zu den besten Erholungs- und Kureinrichtungen der Stadt zählt.

Das Thermalbad ist immer noch streng zwischen den Geschlechtern getrennt, deshalb existiert das entsprechende Dampfbad gleich doppelt. Hier dampft "Mann" in einem wahren Traum aus Tausendundeinernacht vor sich hin: dieses Dampfbad ist in strahlendem Türkis gehalten und mit goldenen Ornamenten und prächtigen Mosaiken ausgestattet. Daneben werden Heißluft- und Dampfkammern angeboten und auch Wannenbäder in Thermalwasser sowie Kohlensäure und Salzbäder stehen auf dem reichhaltigen Programm. In dem Freibecken (nur im Sommer) und dem Hallensprudelbad darf immerhin schon gemischt geplanscht werden. Ein besonderes Highlight im Gellértbad ist im Sommer stattfindende Nachtbaden im Sprudelbad, wo man mit stimmungsvoller Hintergrundmusik besonders rhythmische Schwimmbewegungen zustande bringt.