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Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts wurde Budapest von Schriftstellern, Musikern und anderen Künstlern mit London und Paris für ebenbürtig erklärt - und das nicht nur, weil die Stadt ebenfalls an einem Fluss liegt. Budapest war immer schon kosmopolitisch und gestattete das unkomplizierte Nebeneinander zahlreicher Gegensätze. Bei einem Bummel durch Ungarns Hauptstadt trifft man auf türkische Bäder, italienische Palais, Pariser Kaffeehäuser, eine russische Metro, ein deutsches Akademiegebäude, ein jüdisches Viertel und einen amerikanischen Friedhof.

Wer genauer hinschaut, entdeckt noch viel mehr. Die harmonische Vereinigung dieser bunten Mischung an verschiedenen nationalen Eigenheiten macht den eigentlichen Charme von Budapest aus. Doch man sollte sich nicht von dem nostalgischen Flair der Donaumetropole verführen lassen, denn Budapest hat mehr zu bieten als touristische Klischees und liebevoll polierte Anekdoten und Glanzstücke aus der Zeit der k. und k. Monarchie. Budapest ist modern, lebendig und fortschrittlich und versucht dabei, möglichst viel von seiner Originalität zu erhalten.

Wer das wahre Gesicht dieser pulsierenden Großstadt entdecken möchte, sollte sich nicht nur im touristischen Zentrum zwischen Heldenplatz, Burgviertel und Innenstadt aufhalten. Hier findet man das Budapest, wie es verklärend und nostalgisch angehaucht von Besuchermassen bestaunt wird, die diese Stadt jedoch niemals kennen lernen werden. Nur ein paar Schritte vom stark frequentierten Flanierboulevard Váci utca entfernt trifft man das andere Budapest an. In der Königsgasse zum Beispiel betritt man eine andere Welt und fühlt den Puls dieser Stadt. Beim Stöbern in kleinen Läden und einem Aufenthalt in einem gemütlichen Kaffeehaus entdeckt man vielleicht eines der vielen Gesichter dieser Stadt und gewinnt Eindrücke und Erfahrungen, die jenseits aller Klischees liegen.